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Oper von Harrison Birtwistle
Libretto: Stephen Plaice
In englischer Sprache mit deutschen Übertiteln
Deutsche Erstaufführung
Musikalische Leitung: Peter Aderhold
Regie: Kay Kuntze
Bühne und Kostüme: Stefan Bleidorn
Dramaturgie: Katharina Tarján, Jens Schubbe
Mit: Silje Aker Johnsen, Laura Cameron, Isabel Hindersin;
Andrew Mayor, Clayton M. Nemrow, Markus Vollberg
Iturriaga Quartett; Andreas Langenbuch, Bassettklarinette
In Koproduktion mit dem Konzerthaus Berlin
Gefördert von der Berliner Kulturverwaltung und vom Hauptstadtkulturfonds
Premiere am 7. November 2008 + 4 weitere Vorstellungen
Spielort: Werner-Otto-Saal im Konzerthaus
Press notices
'Erstaunlich, dass ausgerechnet die kleine, ohne festes Haus vagabundierende und von Geldknappheit gebeutelte Berliner Kammeroper es vermochte, die Repertoiretauglichkeit dieses Neunzigminüters
nachzuweisen … Regisseur Kay Kuntze rückt die Handlung nah und konkretistisch an die Zuschauer heran. Deutlicher als in der Uraufführung verfolgt man alle Handlungen doppelt: Die Pirschgänge
zweier, einander umrundender Neurotiker, diverse Rückblenden des Mythos mit Rindvieh und zotteligem Zeus sowie die reagenzglasartige Künstlichkeit des Ganzen erwecken hier nie den Eindruck kühler
Entrücktheit. Dies trifft den Geist des Librettos von Opern- und TV-Autor Stephen Plaice vorzüglich. Prompt gewinnt das Stück an Heutigkeit, psychoanalytischer Tiefe und komödiantischem
Leichtsinn. Anhaltender Jubel für diese Wiederaufführung.
Kai Luehrs-Kaiser, Opernwelt
'Kay Kuntze nutzt die gesamte Länge des Raumes für seine raffinierte Inszenierung dieser sich ins Mythische weitenden Beziehungsgeschichte … Kuntze setzt Birtwistles suggestiven, bildkräftigen
Klangteppich sehr genau um. Wie er etwa die sich anfänglich zyklisch wiederholenden Alltagshandlungen spiegelbildlich anordnet, hat große Sogkraft - und ist natürlich auch der eindringlichen
singdarstellerischen Kunst des Ensembles zu verdanken.'
Karin Coper, Orpheus
'…Daß kein größeres Haus, sondern die dem englischen Musiktheater wohlgesinnte Berliner Kammeroper mit ihrem Regisseur Kay Kuntze die deutsche Erstaufführung von "The Io Passion"
übernommen hat, paßt ins Bild… Musik wie Handlung sind auch in Wiederholungsmustern rituell durchorganisiert, und im Zusammenspiel von psychologisierendem Klang und abstrahierender Struktur
entsteht die Idee von Musiktheater auf berührende Weise neu.'
Martin Wilkening, Faz